| In der landwirtschaftlichen Praxis gerät die Nutzung von Precision
Farming derzeit noch ins Stocken, wenn aus Ertragskartierung, Bodenbeprobung
oder Luftbildaufnahmen Maßnahmen für eine ortsdifferenzierte
Bewirtschaftung heterogener Schläge abgeleitet werden sollen. Das vom
Bundesforschungsministerium finanziell unterstützte Verbundprojekt
pre agro
entwickelt derzeit die bisher fehlenden pflanzenbaulichen Regeln für
ein anwendungsorientiertes Datenmanagement. Die entstehende Software auf
Basis eines GIS (geographisches Informationssystem) wird aus Boden- und
Pflanzeninformationen konkrete Empfehlungen für eine ortsspezifische
Durchführung von Bodenbearbeitung, Aussaat, Düngung und Pflanzenschutz
ableiten.
Auf den DLG-Feldtagen
in Rottmersleben (20. – 22.06.2000) stellte pre
agro eine erste Version eines Softwaremoduls zur Berechnung
ortsdifferenzierter Aussaatmengen für Winterweizen vor. Datengrundlage
ist zur Zeit die digitalisierte Karte der Reichsbodenschätzung mit
ausgewiesenen Teilflächen unterschiedlicher Bodenart und Bonität.
Diese steht gegenwärtig als einzige Bodeninformation flächendeckend
in Deutschland zur Verfügung. (siehe Abb. 1) Nach Überprüfung dieses Softwaremoduls in der landwirtschaftlichen Praxis, bei Betrieben und Dienstleistern zu precision farming, wird es für die Nutzung in beliebiger Software zu precision farming für alle Anbieter zur Verfügung stehen. (Abb. 3)
Abbildung 3: Eingabemaske des Softwaremoduls für die Berechnung einer ortsdifferenzierten Aussaatmenge bei Winterweizen (Bild herunterladen) Das gesamte Managementsystem wird bis zum Ende der Projektlaufzeit 2002
fertiggestellt und in der Praxis erprobt sein. Weitere Informationen zum
Verbundprojekt pre agro
finden Sie im Internet unter http://www.preagro.de.
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