Veröffentlichungen

pre agro auf den DLG-Feldtagen

Trotz der Rekordtemperaturen und der in einigen Teilen Deutschlands bereits laufenden Erntesaison lagen die Besucherzahlen laut DLG mit knapp 18.000 über denen der vorigen DLG-Feltage. So fanden sich auch am preagro Stand zahlreiche interessierte Besucher ein. Hier standen sowohl wissenschaftliche Mitarbeiter der Projektes als auch Betriebsleiter und Lohnunternehmer der Praxisbetriebe bereit, um die Besucher umfassend zu informieren (Abb. 1).


Abbildung 1: Besucher aus Wissenschaft und Praxis

Als Blickfang des Messestandes diente der Prototyp für die ortsspezifische Bodenbearbeitung, der eigens für das Projekt in Zusammenarbeit von FAL und den Amazone-Werken entwickelt wurde. Dieses Gerät ermöglicht erstmals die Variation der Bearbeitungstiefe der Grundbodenbearbeitung während der Fahrt. (Abb. 2).


Abbildung 2: Prototyp für die ortsspezifische Bodenbearbeitung

Entscheidend für das Bearbeitungsergebnis ist der zugrundeliegende Algorithmus. Aus den Informationsebenen Reichsbodenschätzung, Bohrstockbeprobung, Leitfähigkeitsmessung und Relief leitet dieser ab auf welcher Tiefe bearbeitet wird. Zonen des Schlages, in denen Sauerstoffmangel im Boden auftritt werden tiefer als andere bearbeitet. Diese ortsspezifischen Festlegungen werden als sog. Job auf einer Speicherkarte abgelegt und vom Bordterminal des Traktors als Arbeitsanweisung während der Bearbeitung an des Gerät zur Ausführung weitergegeben.


Abbildung 3: Erklärungen vor Ort

Ein weiterer Schwerpunkt der Präsentation des Verbundprojektes war die Vorstellung des ersten Softwaremoduls des entstehenden Managementsystems für den ortsspezifischen Pflanzenbau. Dieses erste Modul ermöglicht die Berechnung einer ortsdifferenzierten Aussaatmenge für Winterweizen. (siehe auch Pressemitteilung)


Abbildung 4: Das Softwaremodul zum Testen auf dem preagro-Stand

Datengrundlage ist eine digitalisierte Karte der Reichsbodenschätzung mit ausgewiesenen Teilflächen unterschiedlicher Bodenart und Bonität. Aus diesen Daten ergeben sich zusammen mit den regionalen Niederschlagsmengen spezifische Ertragspotentiale für jedes Teilstück. Ausgehend davon werden in der Eingabemaske weitere betriebsspezifische und witterungsabhängige Faktoren wie Saatbedingungen, Vorfrucht und Sorte abgefragt und in die Berechnung einbezogen. Schließlich hat der Nutzer die Möglichkeit seine Erfahrung mit den Flächen in Form von Zu- oder Abschlägen des jeweiligen Ertragspotenzials einzubringen. Eingabemaske des Softwaremoduls für die Berechnung einer ortsdifferenzierten Aussaatmenge bei Winterweizen.


Abbildung 5: Eingabemaske des Aussaatmoduls für die ortsdifferenzierte Aussaatstärke, Winterweizen
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Der überwiegende Teil der Besucher kam unmittelbar aus der landwirtschaftichen Praxis und entsprach somit der wesentlichen Zielgruppe für den Ergebnistransfer des Verbundprojektes. Darüber hinaus konnten auch wieder zahlreiche Kontakte zu Vertretern der Landtechnikindustrie und der Softwarehäuser, Beratern, Lohnunternehmern und Wissenschaftlern gepflegt und auch neu geknüpft werden. Die DLG-Feltage haben sich für die Außenwirkung des Projektes als bedeutend erwiesen; preagro wird sich an den nächsten DLG-Feldtagen 2002 - dem letzten Jahr der Projektlaufzeit - auf Gut Hellkofen bei Regensburg wieder beteiligen.